Das Einmaleins der Luftqualitätsüberwachung
Die Auswirkungen der Luftverschmutzung werden endlich besser bekannt, aber fast die gesamte Öffentlichkeit konzentriert sich auf die Außenluftverschmutzung. Die Luftqualität in Innenräumen wird dagegen nur selten in den Medien erwähnt, es sei denn, es handelt sich um gelegentliche Fälle von Kohlenmonoxidvergiftungen oder um die „Lethargie der Arbeitnehmer“ oder das „Sick-Building-Syndrom“. Es ist jedoch wichtig, die Beziehung zwischen Außenluftqualität und Innenluftqualität zu verstehen. Air Monitors ist derzeit an einer Reihe von Projekten beteiligt, bei denen die Luftqualität sowohl außerhalb als auch innerhalb großer Gebäude überwacht wird, und die Ergebnisse sind äußerst interessant: In schlecht belüfteten Büros steigt die Kohlendioxidkonzentration im Laufe des Arbeitstages an, was zu Lethargie der Mitarbeiter führt. In vielen Fällen wird mit Hilfe von HLK-Systemen „frische“ Luft zugeführt, um dieses Problem zu beheben, aber wenn diese frische Luft aus einer Stadt kommt, ist sie wahrscheinlich verschmutzt – möglicherweise durch Partikel, wenn sie nicht ausreichend gefiltert wird, und höchstwahrscheinlich durch Stickstoffdioxid. Die Belüftung mit Außenluft von der Straße Level bringt höchstwahrscheinlich Luftverschmutzung in das Büro, daher befinden sich viele Lufteinlässe auf dem Dach Level. Daten aus neueren Studien weisen jedoch darauf hin, dass die Höhe der besten Luftqualität je nach den Wetterbedingungen variieren kann. Daher ist es notwendig, ein „intelligentes“ System zu verwenden, das die Luftqualität an verschiedenen Levels außerhalb des Gebäudes und gleichzeitig an einer Vielzahl von Stellen im Gebäude überwacht. Die Echtzeitdaten eines intelligenten Überwachungsnetzes werden dann an das HLK-Steuerungssystem weitergeleitet, das in der Lage sein sollte, Luft von verschiedenen Einlässen anzusaugen, falls vorhanden, und über die Lüftungsraten in Abhängigkeit von der vorherrschenden Luftqualität an den Einlässen zu entscheiden. Dies ermöglicht die Optimierung von CO2, Temperatur und Luftfeuchtigkeit in den Innenräumen bei gleichzeitiger Minimierung der in den Innenraum eingebrachten Schadstoffmenge von außen. In Fällen, in denen die Außenluft zu stark verschmutzt ist, um zur Belüftung verwendet zu werden, kann sie durch Reinigung der Schadgase in der Lüftungsanlage vorgereinigt werden, bevor sie in das Gebäude eingeleitet wird.Die Implementierung intelligenter Überwachungs- und Kontrollsysteme für Gebäude ist heute dank der Fortschritte in der Kommunikations- und Überwachungstechnologie möglich. AQMesh-Pods können schnell und einfach in verschiedenen Höhen außerhalb von Gebäuden installiert werden, und weitere Einheiten können innerhalb von Gebäuden eingesetzt werden; alle liefern nahezu Echtzeitdaten an ein zentrales Kontrollsystem. Ein weiteres Beispiel für die Überwachung der Luftqualität in Innenräumen, das sich aus der Außentechnologie entwickelt hat, ist der „Fidas Frog“, ein neues Feinstaub-Aerosol-Spektrometer, das von der deutschen Firma Palas entwickelt wurde. Der Frosch ist eine kabellose, batteriebetriebene Innenraumversion des äußerst beliebten, TÜV- und MCERTS-zertifizierten Fidas 200. Beide Geräte ermöglichen die gleichzeitige Bestimmung der PM-Fraktionen, der Partikelanzahl und der Partikelgrößenverteilung, einschließlich der Partikelgrößenbereiche PM1, PM2.5, PM4, PM10 und TSP. Der Nachweis von Außenluftverschmutzung, die die Innenraumluft verunreinigt, kann mit den neuesten Black Carbon-Monitoren erbracht werden, die zwischen den verschiedenen optischen Signaturen von Verbrennungsquellen wie Diesel, Biomasse und Tabak unterscheiden können. Das neue microAeth® MA200 zum Beispiel ist ein kompaktes, tragbares (400 g) Echtzeit-Rußmessgerät mit eingebauter Pumpe, Durchflusskontrolle, Datenspeicher und Batterie mit integriertem GPS und Satelliten-Zeitsynchronisation. Die Proben werden auf einem internen Filterband gesammelt, und die drahtlose Kommunikation ermöglicht die Integration in ein Netzwerk oder eine Smartphone-App sowie die Verbindung mit anderen drahtlosen Sensoren. Der MA200 kann 2-3 Wochen lang kontinuierlich überwachen. Alternativ kann der MA300 mit einer größeren Batteriekapazität 3-12 Monate lang kontinuierliche Messungen durchführen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine Kombination aus AQMesh für Gase, dem Palas Frog für Feinstaub und den microAeth-Instrumenten für Black Carbon ein vollständiges Bild der Luftqualität in Innenräumen liefern kann. Alle diese Geräte sind kompakt, batteriebetrieben und arbeiten drahtlos. Vor allem aber liefern sie sowohl Daten zur Luftqualität als auch Informationen über die wahrscheinliche Quelle einer Verunreinigung, so dass die Auswirkungen der Außenverschmutzung in Innenräumen korrekt zugeordnet werden können.