Wirtschaftliche RentabilitätDer erste Aspekt, den es zu berücksichtigen gilt, ist die wirtschaftliche Rentabilität, d. h. das Verhältnis zwischen den Kosten für das eingegangene Risiko und den Kosten für das zur Vermeidung dieses Risikos eingerichtete Überwachungssystem. Ohne diesen wirtschaftlichen Zwang würde die Antwort auf die Frage „Wie viele Sensoren?“ einfach lauten: so viele wie nötig, um alle kritischen Komponenten zu überprüfen. Wir beginnen immer mit der Quantifizierung des Risikos (akzeptabel und inakzeptabel), um das Budget festzulegen, mit dem wir arbeiten werden. Es versteht sich von selbst, dass dieses Budget je nach Größe des Getriebes variiert, nicht zuletzt aufgrund der Kosten und der Lieferzeiten für die Komponenten.
Anzahl der SensorenAuf der Grundlage dieses Budgets entscheiden wir über die Anzahl der Sensoren, die wir einsetzen werden, mit dem Ziel, das richtige Gleichgewicht zwischen „Überinstrumentierung“ (unnötige Kosten) und „Unterinstrumentierung“ (zu hohes Restrisiko) zu finden. In dieser Phase kommt die Strategie der vorausschauenden Instandhaltung ins Spiel, d.h. die Level der erwarteten Genauigkeit der Diagnose. Bei einer Welle, die an beiden Enden mit einem Lager ausgestattet ist, kann beispielsweise ein Sensor ein Problem erkennen, aber zwei Sensoren helfen bei der Lokalisierung des Problems und der gezielten Durchführung der Maßnahme.
Installation der SensorenNachdem die Anzahl der Sensoren festgelegt wurde, muss nur noch entschieden werden, wo sie installiert werden sollen. In dieser letzten Phase lassen wir uns von zwei Hauptprinzipien leiten: der Entfernung zur Quelle des Problems und der Richtung der internen Bemühungen. Wir versuchen immer, unsere Sensoren so nah wie möglich an dem zu überwachenden Lager oder Getriebe zu platzieren. Je weiter wir davon entfernt sind, desto mehr müssen wir das Schwingungssignal filtern, um einen klaren Blick auf den Fehler zu bekommen. Wenn der Defekt nicht groß genug ist, um Vibrationen in der gesamten Struktur zu erzeugen, ist es aus der Ferne fast unmöglich, ihn zu erkennen. Wir versuchen auch immer, uns in der Ausbreitungsrichtung des Standardsignals zu positionieren, die von der Richtung der internen Anstrengungen abhängt. Bei geraden Zahnrädern werden wir beispielsweise versuchen, radiale Sensoren zu verwenden, während bei schrägverzahnten Zahnrädern sowohl ein axialer als auch ein radialer Sensor eingesetzt werden muss, um das Gesamtbild zu erfassen, denn die Entscheidung, wo die Sensoren platziert werden sollen, ist so etwas wie eine „Triangulation“, bei der wir versuchen, das „feindliche“ Signal zu erfassen und seinen Standort so genau wie möglich zu bestimmen.